Die schlechteste Hand beim Blackjack

Schlechteste Hand beim Blackjack

Keine andere Hand macht den Blackjackspieler so ratlos wie de gefürchtete 16, weswegen sie als die schlechteste Hand beim Blackjack gilt. Spieler hassen diese Hand, weil sie Angst haben, zu busten – also mehr als 21 Punkte zu bekommen und damit automatisch zu verlieren. So viele schlechte Möglichkeiten, egal was der Dealer zeigt.

Andere entscheiden sich für die Surrender-Option, wenn es möglich ist. Einen halben Einsatz zu verlieren, ist besser als alles zu verlieren. Wenn die 16 als Paar kommt, zögern die meisten Spieler zu teilen, wenn der Dealer eine 9, 10 oder ein Ass zeigt, weil sie Angst haben, zwei Einsätze zu verlieren. Dann gibt es die 16 mit einem Ass, das als 11 gezählt wird (d.h. Soft-16).

Was soll ein Spieler tun, wenn er eine 16 bekommt?

Zuerst konzentrieren wir uns auf eine harte 16. Das ist eine Hand, die kein Ass enthält, oder wenn sie ein Ass enthält, zählt das Ass als eins.

Einige Beispiele für eine harte 16 wären 10-6 oder 5-7-4 oder 7-8-Ass.

Die beste Spielweise für eine harte 16 ist laut der Blackjack Strategie Tabelle einfach stehen zu bleiben, wenn der Dealer eine kleine Karte zeigt (2 bis 6). Hat der Dealer eine hohe Karte (7, 8, 9, 10 oder Ass) sollte man aber noch eine Karte ziehen.

Das Befolgen dieser Spielstrategie garantiert nicht, dass Sie jedes Mal gewinnen, sondern dass Sie auf lange Sicht weniger verlieren werden.

Gewinnchancen und Verlustgefahr bei einer 16

Angenommen, Sie erhalten eine 10-6 und der Dealer zeigt eine 7 als sichtbare Up-Card.

Wenn Sie eine Karte ziehen, haben Sie eine durchnittliche Gewinnchance von 30%. In 70% der Fälle werden sie verlieren. Warum sollte man also ziehen, wenn die Chancen 3:7 stehen?

Wenn Sie nämlich stehen bleiben, beträgt die Gewinnchance nur 26% und Sie verlieren zu 74%.

Sie erhöhen die Gewinnchancen um 4%, wenn Sie nicht stehen bleiben, sondern eine Karte ziehen. #+

Das klingt für Anfänger nicht viel, aber wer weiß, dass man nur maximal einen Vorteil von 1% erreichen kann, der wird kaum das vierfache davon einfach verschenken, weil er zu faul oder zu blöd ist eine Karte zu ziehen.

Das Prinzip heißt: Gewinnmaximierung und Verlustminimierung

Der Dealer ist natürlich immer noch ein überwältigender Favorit, weil er 70% der Hände in dieser Situation gewinnt.  Aber was ist besser? In 26% durch tatenloses stehen bleiben zu gewinnen oder in 30% durch das aktive Ziehen von Karten?

Das Entscheidende bei einer harten 16 ist also Folgendes: Selbst wenn Sie der Grundstrategie folgen, verlieren Sie mehr Hände als Sie gewinnen, aber auf lange Sicht werden Sie weniger verlieren, als wenn Sie einem Bauchgefühl oder einer Angsthasen-Strategie folgen. Weniger zu verlieren, wenn man Außenseiter ist, ist genauso wichtig wie mehr zu gewinnen, wenn man Favorit ist.

Wenn die 16 aus drei oder mehr Karten besteht

Normalerweise ignoriert die Blackjack Strategie die Art der Zusammensetzung der Hand. Es spielt darin also scheinbar keine Rolle ob man 16 mit zwei Karten hat oder mit drei oder sogar vier Karten.

In Wahrheit ist es allerdings schon ein Unterschied! Deswegen sollte man mit einer 16 aus drei oder mehr Karten stehen bleiben, wenn der Dealer eine 10 hat. Der Grund ist, dass Sie einige der kleinen Karten verbraucht haben, die Sie benötigen, um zu ziehen. Das spricht für das Stehen. Je mehr Kartendecks verwendet werden, desto unwichtiger ist diese Sonderregel allerdings.

Surrender mit 16 gegen 10

Einige Casinos erlauben Surrender. Damit können sich die Spieler kampflos ergeben. Das bedeutet, dass Sie die Möglichkeit aufgeben, Ihre Hand auszuspielen und automatisch die Hälfte Ihres Einsatzes verlieren.

Auch wenn Surrender angeboten wird, gibt es viele Spieler, die nicht wissen, wie man diese Option am besten verwendet. Die einen wollen nicht kampflos „aufgeben“ und die anderen bleiben vor lauter Angst stehen. Hier wäre der Mittelweg über Surrender besser. Denn dadurch bekommt man wenigstens 50% des Einsatzes zurück, während es in 70% der Fälle 0 und in 30% der Fälle 100% sind. Was

Tatsächlich ist Surrender immer dann die beste Option, wenn Ihre Gewinnchance weniger als 25% beträgt wie bei einer 16 gegen eine 10.

Damit haben Sie eine Gewinnchance von 23,4%. Das heißt, die Verlust-Wahrscheinlichkeit liegt bei 76,6%. Wenn wir hundert Hände mit je 10 Euro mit einer 16 gegen die 10 des Dealers spielen, würden wir dabei ungefähr 230 Dollar gewinnen und 770 Dollar verlieren. Das macht einen durchschnittlichen Nettoverlust von 540 Dollar.

Wenn wir bei jeder 16 gegen die Dealer-10 aufgeben, wäre unser Nettoverlust genau die Hälfte also 500 Dollar. Wir sind also besser dran, wenn wir nur 500 Dollar verlieren anstatt 540 Dollar.

Wenn Sie hingegen eine Soft-16 bekommen (wie Ass & 5), sollten Sie niemals aufgeben. Die erste Option ist zu verdoppeln, wenn der Dealer eine schwache Upcard wie 4, 5 oder 6 zeigt. Wenn die Karte des Dealers eine 2,3 oder 7 – Ass ist, dann zieht man noch eine Karte.

Was tun mit einem 8er Paar?

Die korrekte Spielweise der Blackjack Strategie ist es ein Paar 8er immer zu teilen, egal was der Dealer zeigt. Auch wenn Sie bei einem Split bei beiden 8ern Geld verlieren, ist der kombinierte Verlust auf lange Sicht geringer als der Betrag, den Sie verlieren werden, wenn Sie die eine einzige Hand als 16 spielen. Das Teilen eines 8er Paares gegen eine 10 des Dealers ist übrigens auch ein etwas besseres Spiel als das Aufgeben mit Surrender.

Keine Frage: Die 16 ist eine lausige Blackjack-Hand. Leider ist es aber auch eine der häufigsten Hände, die Sie beim Blackjack bekommen werden. Aber, indem Sie der oben genannten Spielstrategie folgen, werden Sie auf lange Sicht mehr gewinnen und weniger verlieren.

 

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