Black Jack Regeln – Wie geht Blackjack spielen?

Black Jack Regeln – Wie geht Blackjack spielen?

Wer im Casino Geld gewinnen will muss erstmal die Black Jack Regeln können. Was vielleicht einfach erscheint, hat doch einige Tücken. Mit unseren Tipps und Tricks erkennen Sie, auf was man achten muss um mit den besten Black Jack Regeln einen möglichst geringen Hausvorteil des Casinos zu bekommen.

Je niedriger der Hausvorteil, desto besser die Gewinnchancen des Spielers.

In diesem Artikel lernen Sie die Grundlagen von Blackjack und auf welche Regeln man achten sollte. Fangen wir an, indem wir lernen, wie man das Spiel spielt:

Black Jack Regeln – Die Spielregeln von 21

Blackjack wird mit einem Kartendeck mit 52 Karten oder mehreren Kartendecks gespielt.

Jeder Karte wird ein Punktwert zugewiesen. Die Karten 2 bis 10 sind soviel wert wie die aufgedruckten Zahlen.

King (König), Queen (Dame) und Jack (Bube) sind jeweils 10 Punkte wert.

Asse können entweder als 1 oder 11 verwendet werden.

Das Ziel für den Spieler ist es, durch das ziehen von Karten mehr Punkte zu bekommen als der Dealer aber nicht den Bestwert von 21 zu überschreiten (Bust / überkaufen).

Die beste Summe von allen ist eine 21 mit zwei Karten. Diese Hand wird „Black Jack“ genannt und als Synonym für das Kartenspiel verwendet.

Für einen Blackjack bezahlt das Casino einen Bonus im Verhältnis von 3:2 zum Einsatz. Das heißt, eine 21 mit den ersten beiden Karten bei einem Einsatz von $5 gewinnt $7,50 hinzu statt der üblichen $5 bei anderen gewonnenen Händen.

Wenn der Dealer allerdings auch eine 21 aus zwei Karten hat, gilt die Hand als Unentschieden (Push / Tie) und Sie erhalten nur Ihren ursprünglichen Einsatz zurück.

Wenn der Dealer eine 21 mit drei oder mehr Karten hat, gewinnt man mit einem Black Jack trotzdem und bekommt eine Gewinn-Auszahlung von 3:2.

Black Jack Tisch

  Das Spiel wird in der Regel an einem bogenförmigen Tisch mit Platz für bis zu sieben Spieler gespielt. Der Dealer sitzt auf der Innenseite und die Spieler ihm gegenüber an der Außenseite.

An einer Ecke des Tisches befindet sich ein rechteckiges Schild, das die minimalen und maximalen Einsätze (Limits) an diesem Tisch angibt und die geltenden Regeln an diesem Tisch zusammenfasst. Zum Beispiel könnte auf dem Schild stehen:

„BLACKJACK. 5 bis 2.000 Dollar. Teilen Sie ein beliebiges Paar dreimal. Verdoppeln auf zwei beliebigen Karten.“

Das bedeutet, dass der Mindesteinsatz an diesem Tisch $5 und das Maximum $2.000 beträgt. Paare können nach den hier beschriebenen Regeln aufgeteilt werden.

Wenn ein Spieler zwei oder mehrere gleichwertige Karten in einer Runde ausgeteilt bekommt, können die Paar bis zu drei Mal für insgesamt vier Hände aufgeteilt werden.

Der Spieler kann den ursprünglichen Einsatz verdoppeln (Double Down) und erhält in diesem Fall dann nur eine weitere Karte.

Spielverlauf beim Black Jack

Black Jack Regeln - Tisch und Einsatz

An den meisten Black Jack Tischen werden heute sechs oder acht Kartendecks verwendet.

Nach dem Mischen werden die Karten in ein Behältnis gelegt, das als Schuh oder Schlitten bezeichnet wird. Daraus kann der Dealer schnell und einfach eine Karte herausziehen und austeilen.

In manchen Casinos in den USA gibt es aber auch noch klassische Black Jack Spiele mit einem Kartendeck (Single Deck) oder zwei Kartendecks (Double Deck). Dabei werden die Karten aus der Hand des Dealers ausgeteilt. Diese Black Jack Spiele findet man vor allem in Nevada, Mississippi und einigen anderen Orten.

Das Spiel beginnt, wenn die Spieler ihre Einsätze (Wetten) platzieren. Dazu legen sie einen oder mehrere Chips in das Einsatzfeld (Box) auf dem Tisch vor ihnen. Nachdem alle Einsätze platziert wurden, erhält jeder Spieler eine Karte. Mit dem Austeilen angefangen wird beim ersten Spieler links des Dealers (First Base). Hat jeder Spieler eine Karte, bekommt der Dealer selbst eine Karte mit dem Nennwert nach oben (Up-Card). Anschließend bekommen alle Spieler – angefangen beim Spieler an der First Base – die zweite Karte. Der Dealer zieht die letzte Karte und legt diese verdeckt neben seine offen sichtliche Karte. Die zweite Karte wird Hole Card genannt.

In einem Schuhspiel werden alle Spielerkarten offen ausgeteilt und die Spieler dürfen ihre Karten nicht berühren. In einem Black Jack Spiel mit einem Kartendeck oder einem Double-Deck-Spiel werden die Karten verdeckt ausgeteilt und die Spieler können sie mit einer Hand aufheben. In jedem Fall wird eine der Karten des Dealers aufgedeckt, damit die Spieler sie sehen können.

Optionen der Spieler beim Black Jack

Sobald die Karten ausgeteilt wurden, entscheiden die Spieler der Reihe nach, wie sie ihre Hände ausspielen. Dabei haben die Spieler folgende Optionen, die über Gewinn oder Verlust entscheiden.

Hit: Karte ziehen

Mit dem ziehen von weiteren Karten will man der Bestmarke von 21 Punkten so nahe wie möglich kommen. Wenn man mit der Summe der beiden ausgeteilten Karten noch nicht zufrieden ist, kann man eine weitere Karte nehmen. Dann rechnet man erneut die Kartenwerte zusammen und kann solange weitere Karten nehmen, bis man entweder genau 21 bekommt oder sich mit mehr als 21 Punkten „überkauft“ hat. Das nennt man dann „Bust“. Wer sich überkauft verliert den Einsatz, egal was der Dealer hat. Deswegen ist es manchmal besser mit weniger zufrieden zu sein als ein Bust zu riskieren.

Bei verdeckten Spielen signalisiert der Spieler einen Treffer, indem er den Tisch mit den Karten zerkratzt. Mündliche Aussagen alleine werden oft nicht akzeptiert, da im Zweifelsfall eine Videoüberwachung entscheidet und sich auf eindeutige Gestik verlässt.

Handsignal: Mit der flachen Hand neben die Karten auf den Tisch klopfen

Stand: Stehen bleiben ohne Karte ziehen.

Wenn man stehen bleibt, zieht man keine Karten mehr in der Hoffnung, dass die aktuelle Summe den Dealer schlagen wird. In einem Single-Deck oder Double-Deck-Spiel aus der Hand werden die Karten verdeckt unter den Einsatz geschoben.

Handsignal: mit der flachen Hand ein „Stop“ signalisieren oder über dem Tisch in der Luft hin und her „wischen“

Verdoppeln

Man kann den ursprünglichen Einsatz verdoppeln und bekommt dann nur eine weitere Karte unabhängig vom Kartenwert.

Einige Casinos beschränken die Verdoppelung auf Hände, in denen die ersten beiden Karten 10 oder 11 ergeben. Andere Casino erlauben es zwei beliebigen Karten zu verdoppeln.

Beim Verdoppeln schiebt man einen weiteren Einsatz in Höhe des ursprünglichen Einsatzes in sein Einsatzfeld. In einem verdecktem Spiel muss man an dieser Stelle auch die ersten beiden Karten aufdecken.

Split

Wenn die ersten beiden Karten den gleichen Wert haben, kann man einen zweiten Einsatz tätigen und das Paar aufteilen. Dann wird jede Karte als erste Karte in einer separaten Hand verwenden.

Zum Beispiel, wenn zwei 8er ausgeteilt werden, kann man mit einer zweiten Wette, die der ersten entspricht, signalisieren, dass man Teilen will.

Der Dealer trennt die 8er und legt dann eine zweite Karte auf die erste 8. Man spielet diese Hand in normaler Weise, bis man entweder stehen bleiben oder sich überkauft. Dann legt der Dealer eine zweite Karte auf die zweite 8, und man spielt auch diese Hand aus.

Handsignal: Mit gespreiztem Zeige- und Mittelfinger auf das Kartenpaar deuten (umgedrehtes Peace-Zeichen)

Versicherung

Black Jack - Insurance

Wenn die aufgedeckte Karte des Dealers ein Ass ist, hat man die Option eine „Versicherung“ abschließen. Das ist im Wesentlichen eine Wette darauf, dass der Dealer eine Karte mit dem Wert 10 hat um einen Blackjack zu komplettieren.

Die Versicherung kann für die Hälfte des ursprünglichen Einsatzes abgeschlossen werden. Wenn der Dealer einen Blackjack hat, bekommt man darauf einen Gewinn im Verhältnis 2:1 ausbezahlt. Da man die Hand gleichzeitig gegen einen Black Jack des Dealers verliert macht man durch die Versicherung in diesem Fall keinen Verlust.

Viele Dealer raten den Spielern, eine Versicherung abzuschließen, wenn der Spieler selbst einen Black Jack hat. In diesem Fall bekommt man „Even Money“ und nur einen einfachen Gewinn, statt einer üblichen Auszahlung von 3:2 für einen Blackjack.

Allerdings sollten sich Anfänger merken: Niemals eine Versicherung abschließen!

Eine Versicherung wäre eine faire Wette, wenn der Dealer mit einem Ass in 33,3 % der Fälle einen Blackjack bekommen würde. Aber nur 30,8 Prozent der Karten haben den Wert 10.

Die Versicherung ist nachteilig für den Spieler. Die Ausnahme ist, wenn man Kartenzählen kann und weiß, dass eine ungewöhnlich große Konzentration von 10-wertigen-Karten noch gespielt werden muss.

Dealer Zieh-Regeln

Nachdem alle Spieler ihre Entscheidungen getroffen haben, spielt der Dealer nach festgelegten Regeln:

Der Dealer muss ziehen, bis er mindestens eine Summe von 17 hat. In einigen Casinos zieht der Dealer auch bis er eine „Soft 17“ hat. Das ist eine 17, die ein Ass oder mehrere Asse enthält. Die häufigste Soft-17 ist Ass-6, denn mehrere andere Summen, wie Ass-3-3 oder Ass-4-2, auf bis zu Ass-Ass-Ass-Ass-Ass-Ass ergeben Soft-17.

Variationen von Black Jack Regeln

Nicht alle Blackjack-Spiele sind gleich. Einige Variationen in den Regeln sind gut für den Spieler, andere sind schlecht und erhöhen den Hausvorteil des Casinos. Die Verschiebungen im Hausvorteil können klein aussehen, aber sie stellen große Unterschiede dar, da der gesamte Hausvorteil kleiner als 1 Prozent ist, wenn man sich an die grundlegenden Black Jack Strategie Tabelle hält. Hier sind einige gängige Varianten und ihre Auswirkung auf den Hausvorteil:

DAS – Double after Split: Doppelte Downs nach dem Teilen von Paaren erlaubt

Eine sehr gute Regel für den Spieler ist, wenn man nach dem Teilen von Paaren noch verdoppeln darf. Das reduziert den Hausvorteil um 0.13 Prozent. In Gebieten, in denen sich mehrere Casinos in angemessener Entfernung befinden, sollte man dort spielen, wo das Verdoppeln nach dem Split erlaubt ist.

Re-Split Aces: Erneutes Teilen von Ass-Paaren

In den meisten Casinos bekommt man nach dem Teilen eines Ass-Paares nur eine weitere Karte pro Ass. Wenn man in einer geteilten Hand ein weiteres Ass-Paar erhält erlauben einige Casinos jedoch, dass man das neue Ass-Paar wieder teilen darf.

Diese Option reduziert den Hausvorteil um 0,03 Prozent. Es ist noch seltener, ein Spiel zu finden, in dem es sogar erlaubt ist mehr als eine Karte zu einem geteilten Ass zu ziehen. Diese Option verringert den Hausvorteil um 0.14 Prozent.

Early Surrender: Aufgeben BEVOR der Dealer auf Black Jack prüft

Wenn die aufgedeckte Karte des Dealers ein Ass ist, prüft der Dealer, ob die zweite Karte (Hole Card) eine 10 ist. Diese würde dem Dealer einen Blackjack vervollständigen.

Wenn die Black Jack Regeln vorsehen, dass der Spieler Early Surrender durchführt, kann man in diesem Fall die Hälfte des ursprünglichen Einsatzes wieder bekommen ohne die Hand zu spielen, bevor der Dealer auf Blackjack prüft

Das ist ein sehr großer Vorteil für den Spieler. Allerdings gibt es diese Regel kaum noch. Sie würde den Hausvorteil um ganze 0.624 Prozent verringern.

Late Surrender: Aufgeben NACHDEM der Dealer auf Black Jack geprüft hat

Diese Black Jack Regel ist wensetlich häufiger als early Surrender, aber immer noch nicht alltäglich. Bei Late Surrender ist es erlaubt seine Hand aufzugeben und die Hälfte des Einsatzes zurück zu bekommen, nachdem der Dealer auf Blackjack überprüft hat. Dieses verringert den Hausvorteil lediglich um 0.07 Prozent in einem Sechs-Deck-Spiel und sogar nur um 0.02 Prozent in einem Single-Deck-Spiel. Allerdings gehört es für professionelle Blackjack-Spieler unweigerlich dazu, dass man in allen Bereichen das bestmögliche herausholt. Auch, wenn es nur ein mickriger Promillepunkt ist.

Double-Downs limitiert auf 10 und 11

Während die meisten Casinos eine Verdopplung von allen möglichen Starthänden zulassen, gibt es einige Casinos, die eine Verdopplung nur auf die Starthände 10 und 11 erlauben. Diese Regel ist ehrlich gesagt eine Frechheit und erhöht den Hausvorteil des Casinos um 0.28 Prozent.

Dealer Hit Soft-17

Wenn der Dealer eine Hand mit einem Ass oder mehreren Assen bekommt, die entweder als 7 oder 17 summiert werden können, wird er bei dieser Regel noch eine Karte ziehen müssen. Dadurch wird der Hausvorteil um 0.2 Prozent erhöht. Es ist also besser, wenn der Dealer mit JEDER 17 stehen bleiben muss. Das steht dann auch dick und fett auf dem Black Jack Tisch: „Dealer stands on ANY 17“.

Blackjack pays 6-5

Dieses schlechte Auszahlungsverhältnis für einen Black Jack ist leider mittlerweile üblich bei Single-Deck-Spielen auf dem Las Vegas Strip. Z.B. bekommt man für eine 21 aus zwei Karten nur $6 bei einem Einsatz von $5 anstelle der üblichen $7.50.

Diese Regel erhöht den Hausvorteil um ganze 1.4 Prozent im vergleich dazu, wenn man mit der grundlegenden Black Jack  Strategie mit dem normalen Payout von 3-2 spielt. Man sollte also niemals an einem Tisch spielen, bei dem das Auszahlungsverhältnis 6:5 ist.

Und man sollte immer genau alle Black Jack Regeln begutachten, bevor man in einem Casino Geld riskiert.